Prokon

 

Zur aktuellen Situation von PROKON (Stand 23. Januar 2014)

 

Aktueller Sachstand


Am 22. Januar 2014 hat die Firma Prokon Insolvenz angemeldet.  

 

Wie das Amtsgericht Itzehoe mitteilte, hat es daraufhin am 22. Januar 2014 um 14:00 Uhr zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung des Sachverhalts verschiedene vorläufige Maßnahmen angeordnet.


Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Dietmar Penzlin aus Hamburg bestellt. Auch wurde angeordnet, dass Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.

 

Damit ist es jetzt leider doch zur Insolvenz gekommen und tausende von Anlegern fürchten um ihr angelegtes Geld. Wieder einmal werden tausende von Anlegern um ihr Erspartes und oft auch ihre Altersvorsorge gebracht.

 

Jetzt haben Anleger zwei Möglichkeiten. Zum einen selbstverständlich ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden, sofern die Insolvenz eröffnet wird. Dies kann noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Zum anderen haben Anleger die Möglichkeit Schadensersatzansprüche geltend zu machen, sofern bei der Verkaufsberatung Fehler gemacht worden sind, oder den Anlegern ein für sie ungeeignetes Anlageprodukt verkauft worden ist.

 

Derzeit offen ist auch, ob es möglicherweise Ansprüche gegen die Organe der Gesellschaft gibt. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft. Diese Variante erscheint nicht ganz abwegig, nach dem wochenlangen Medienberichten um eine mögliche Insolvenz, welche insbesondere durch die Führungsetage von Proton angeheizt worden ist und den finanziellen Hintergrund von Prokon völlig verschleiert hat. Dies war dann leider auch der Anfang vom Ende.

 

Der 1995 gegründete Windkraftfirma PROKON aus Itzehoe in Schleswig Holstein drohte nach eigenen Angaben bereits seit dem 10. Januar 2014 die Insolvenz.

 

Insgesamt 750.000 Anleger haben in Genussrechte der Windenergiefirma insgesamt ca. 1,4 Milliarden Euro investiert. 

 

Die investierten Summen wurden von PROKON hauptsächlich zur Entwicklung von Windparks eingesetzt, 54 dieser Windparks betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland und in Polen.

 

Die von der Firma PROKON gezeichneten Genussrechte weisen dabei ein großes Risiko auf: im Prinzip handelt es sich um Anleihen, die einen besonders hohen Prozentsatz abwerfen, allerdings haben Anleger bei dieser Anlageform anders als bei Aktien keine Rechte, im Konzern mitzubestimmen. Geht es dem Unternehmen schlecht, kann es zum Beispiel auf Zinszahlungen an die Anleger verzichten. Zudem kann sich das Unternehmen zum Ausgleich von Verlusten sogar an den Einlagen der Investoren bedienen, womit die Rückzahlung des Genussrechts schon ausfallen kann. 

 

Bereits am 16. Dezember 2013 kündigte das Unternehmen in einem Schreiben an die Anleger an, Zinszahlungen einzubehalten und nur bei Widerspruch auszuzahlen. Auch eine Bilanz für das Jahr 2012 wurde sehr lange nicht vorgelegt.

Am 10. Januar 2014 hat PROKON auf der eigenen Homepage ein Schreiben an die Anleger mit dem Titel „Wichtig! Verhinderung einer Insolvenz von PROKON“ veröffentlicht. 

 

In dem Schreiben macht das Unternehmen die Anleger selbst für die angespannte finanzielle Lage verantwortlich. 

Aufgrund negativer Presse seien Anleger  aus Angst vor Verlust ihrer Kapitalanlage dazu übergegangen, ihre Genussrechte bei PROKON zu kündigen. 

 

Die Laufzeit einer Genussrechts-Beteiligung kann unterschiedlich geregelt werden. Entweder wird ein fester Beendigungszeitpunkt gewählt oder eine Mindestlaufzeit im Sinne einer Kündigungsausschlussfrist.

 

In letzterem Fall kann der Anleger unter Beachtung der in den Genussrechts-Bedingungen geregelten Kündigungsfrist die Beteiligung durch Kündigung beenden. Zur Endfälligkeit der Genussrechte wird der Buchwert (also der in der Bilanz des Unternehmens ausgewiesene Wert) des Genussrechtskapitals zurückgezahlt.

 

Weil sehr viele Anleger ihre Genussrechte gekündigt hätten, fehle es PROKON an Kapital und es sei daher nicht möglich, eine stabile Liquiditätssituation herzustellen. Ebenso für die prekäre Situation bei PROKON verantwortlich sei die eigene Fairness des Unternehmens, das mit einer Neuauflage der Genussrechte im Frühjahr 2013 eine kurze Kündigungsfrist von nur vier Wochen aufgenommen hat. Diese Fairness würden Anleger nun ausnutzen und PROKON durch ihre Kündigungen in die Insolvenz treiben.

 

Das Unternehmen fordert daher die Anleger zur Mithilfe bei der Verhinderung einer Insolvenz auf:

 

  • Anleger sollen ihre Genussrechte in keinem Fall kündigen
  • Anleger, die ihre Genussrechte bereits gekündigt haben, sollen eine solche zurückziehen
  • Nach Möglichkeit sollen Anleger ihre Genussrechte erhöhen, also noch mehr Kapital zuschießen

 

Anstatt für Transparenz zu sorgen und den Anlegern klare Fakten und Zahlen zu dem Geschäftsmodell zu liefern, arbeitet PROKON mit Drohungen, um die Anleger von Kündigungen abzuhalten.

 

Laut Schreiben des Unternehmens muss am 20. Januar 2014 eine Zusage für mindestens 95 % des Genussrechtskapitals vorliegen, dieses bis spätestens 31. Oktober 2014 ungekündigt im Unternehmen stehen zu lassen, andernfalls sei eine Planinsolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nicht zu verhindern. 

 

 

Lösungsansätze:


Auf keinen Fall ist es ratsam, die Genussrechte bei PROKON blind und überstürzt zu kündigen.

 

Vielmehr ist PROKON Anlegern zu raten, sich von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt beraten zu lassen. Dieser kann den Einzelfall genau überprüfen und Ihnen bei der Planung der nächsten Schritte behilflich sein.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH kann Ihren Fall dann auch auf womöglich bestehende Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung gegen die Organe und den Vertrieb von PROKON überprüfen und gegebenenfalls die notwendigen Schritte einleiten.

 

Lassen Sie sich als Anleger nicht von PROKON unter Druck setzen. Auf keinen Fall sollten sie als Investor frisches Kapital in die Gesellschaft investieren, so lange die Geschäftsleitung nicht absolute Transparenz zeigt.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft bietet Anlegern eine kostenlose Ersteinschätzung. Kontaktieren Sie uns dazu schriftlich (email, Fax oder Post) oder per Telefon. Gerne können Sie uns auch über unser Kontaktformular auf ihrem Mobilgerät erreichen. Nehmen Sie einfach das Kennwort "Prokon". Wir werden Sie dann je nach Wunsch kontaktieren oder Sie in unserem Verteiler für News zum Thema Prokon aufnehmen.

 

 

Sachstand 16.01.2014 (Update)


Anscheinend ist eine Insolvenz des Unternehmens Prokon kaum mehr abzuwenden. Vertraut man den veröffentlichten Zahlen von Prokon auf deren Homepage ist derzeit ein Kapitalanteil von knapp über 200 Mio. Euro an Genussrechtskapital gekündigt.

 

Damit erscheint der Weg in die Insolvenz unaufhaltbar.

 

Für die Anleger bedeutet dies, auf keinen Fall frisches Kapital in das Unternehmen zu investieren. Zum jetzigen Zeitpunkt muss davon ausgegangen werden, dass neue Einlagen verloren gehen. Für diesen Teil kann man später wohl beim heutigen Kenntnisstand kaum Schadensersatzansprüche gegenüber jemanden anmelden.

 

Die Kündigung von Genussrechtskapital hat zum jetzigen Zeitpunkt keinen Vorteil mehr. Auszahlungen würde ein möglicher Insolvenzverwalter ohnehin zurückfordern.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH empfiehlt daher mögliche Ansprüche von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen.

 

Ist es ratsam einer Schutzgemeischaft beizutreten? Nach Durchsicht der diversen Angebote kann man dies klar verneinen.

 

Dabei werden betroffene Anleger damit gelockt gegen geringes Entgelt einer Schutzgemeinschaft beizutreten und dafür Infos über Prokon zu erhalten oder beispielsweise eine kostenlose Deckungsanfrage bei einer möglichen Rechtsschutzversicherung zu stellen. Darüber hinaus sollen eine entsprechende Ersteinschätzung und ein Beratungsgespräch inkludiert sein.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH bietet Ihnen als Betroffenen die gleiche Leistung durch spezialisierte Rechtsanwälte ohne extra abzurechnen.

 

Erst wenn sie sich entscheiden gegen einzelne Personen oder Unternehmen Ansprüche durchzusetzen sind wir vom Gesetzgeber verpflichtet abzurechnen.  Wichtig ist dabei, dass eine Schutzgemeinschaft sie als Anleger nicht vor Gericht vertreten kann und sie am Ende immer eine Rechtsanwaltskanzlei beauftragen müssen, wenn sie ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen wollen.

 

 

Zur aktuellen Situation von PROKON (Stand 13. Januar 2014)

 

Aktueller Sachstand

 

Der 1995 gegründete Windkraftfirma PROKON aus Itzehoe in Schleswig Holstein droht nach eigenen Angaben vom 10. Januar 2014 die Insolvenz.

Insgesamt 750.000 Anleger haben in Genussrechte der Windenergiefirma insgesamt ca. 1,4 Milliarden Euro investiert. 

 

Die investierten Summen wurde von PROKON hauptsächlich zur Entwicklung von Windparks eingesetzt, 54 dieser Windparks betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland und in Polen.

 

Die von der Firma PROKON gezeichneten Genussrechte weisen dabei ein großes Risiko auf: im Prinzip handelt es sich um Anleihen, die einen besonders hohen Prozentsatz abwerfen, allerdings haben Anleger bei dieser Anlageform anders als bei Aktien keine Rechte, im Konzern mitzubestimmen. Geht es dem Unternehmen schlecht, kann es zum Beispiel auf Zinszahlungen an die Anleger verzichten. Zudem kann sich das Unternehmen zum Ausgleich von Verlusten sogar an den Einlagen der Investoren bedienen, womit die Rückzahlung des Genussrechts schon ausfallen kann. 

 

Bereits am 16. Dezember 2013 kündigte das Unternehmen in einem Schreiben an die Anleger an, Zinszahlungen einzubehalten und nur bei Widerspruch auszuzahlen. Auch eine Bilanz für das Jahr 2012 wurde sehr lange nicht vorgelegt.

Am 10. Januar 2014 hat PROKON auf der eigenen Homepage ein Schreiben an die Anleger mit dem Titel „Wichtig! Verhinderung einer Insolvenz von PROKON“ veröffentlicht. 

 

In dem Schreiben macht das Unternehmen die Anleger selbst für die angespannte finanzielle Lage verantwortlich. 

Aufgrund negativer Presse seien Anleger  aus Angst vor Verlust ihrer Kapitalanlage dazu übergegangen, ihre Genussrechte bei PROKON zu kündigen. 

 

Die Laufzeit einer Genussrechts-Beteiligung kann unterschiedlich geregelt werden. Entweder wird ein fester Beendigungszeitpunkt gewählt oder eine Mindestlaufzeit im Sinne einer Kündigungsausschlussfrist. In letzterem Fall kann der Anleger unter Beachtung der in den Genussrechts-Bedingungen geregelten Kündigungsfrist die Beteiligung durch Kündigung beenden. Zur Endfälligkeit der Genussrechte wird der Buchwert (also der in der Bilanz des Unternehmens ausgewiesene Wert) des Genussrechtskapitals zurückgezahlt. 

Weil sehr viele Anleger ihre Genussrechte gekündigt hätten, fehle es PROKON an Kapital und es sei daher nicht möglich, eine stabile Liquiditätssituation herzustellen. Ebenso für die prekäre Situation bei PROKON verantwortlich sei die eigene Fairness des Unternehmens, das mit einer Neuauflage der Genussrechte im Frühjahr 2013 eine kurze Kündigungsfrist von nur vier Wochen aufgenommen hat. Diese Fairness würden Anleger nun ausnutzen und PROKON durch ihre Kündigungen in die Insolvenz treiben.

 

Das Unternehmen fordert daher die Anleger zur Mithilfe bei der Verhinderung einer Insolvenz auf:

 

  • Anleger sollen ihre Genussrechte in keinem Fall kündigen
  • Anleger, die ihre Genussrechte bereits gekündigt haben, sollen eine solche zurückziehen
  • Nach Möglichkeit sollen Anleger ihre Genussrechte erhöhen, also noch mehr Kapital zuschießen

 

Anstatt für Transparenz zu sorgen und den Anlegern klare Fakten und Zahlen zu dem Geschäftsmodell zu liefern, arbeitet PROKON mit Drohungen, um die Anleger von Kündigungen abzuhalten.

Laut Schreiben des Unternehmens muss am 20. Januar 2014 eine Zusage für mindestens 95 % des Genussrechtskapitals vorliegen, dieses bis spätestens 31. Oktober 2014 ungekündigt im Unternehmen stehen zu lassen, andernfalls sei eine Planinsolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit nicht zu verhindern.

 

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