Infinus

Insolvenz Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH möchte Anleger der Infinus Gruppe über die aktuellen Geschehnisse in Sachen Infinus informieren.

 

Die Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut („blaue Infinus“) hat am Freitag, den 07. März 2014 Insolvenzantrag beim Amtsgericht Dresden gestellt.

 

Bereits am Mittwoch, den 05. März 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Dresden eine Razzia in den Dresdner Geschäftsräumen der Infinus AG durchgeführt und Vermögenswerte und Konten beschlagnahmt. Grund für die Razzia ist der Verdacht, dass die Infinus AG Provisionen in Höhe von EUR 58 Millionen vereinnahmt haben könnte, die aus kriminellen Geschäften anderer Gesellschaften der Infinus Gruppe stammen. Anleger sollen so um Millionenbeträge betrogen worden sein.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Infinus AG noch als zahlungsfähig.

 

Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Dr. Bruno Kübler aus Dresden wollte sich noch nicht zu dem aktuellen Sachstand hinsichtlich des Insolvenzantrags der Infinus AG äußern. Es hieß lediglich, er müsse sich zunächst einen Überblick über die Vermögenssituation der Infinus AG verschaffen.

 

Ab dem Zeitpunkt des Insolvenzantrags wird nach den Vorschriften der Insolvenzordnung (InsO) eine Art Schutzglocke über das verbleibende Vermögen des Unternehmens gestülpt, so dass kein Gläubiger Zahlungen erhält, bevor nicht festgestellt wurde, wie viel Kapital („Masse“) im Unternehemen nach Abzug aller Kosten zur Ausschüttung an die Gläubiger vorhanden ist und ob diese berechtigte Forderungen geltend machen.

 

Damit sind sämtliche ausstehende Zahlungen an Anleger blockiert. Dies gilt auch für Schadensersatzansprüche der Anleger.

 

Aufgrund der Insolvenz der Infinus AG, die als Haftungsdach der Anlageberater der Future Business KG aA, der PROSAVUS AG und der Ecoconsort AG fungiert hat, ist ein Schadensersatzprozess gegen die Infinus AG wegen durch einer der gebundenen Berater erfolgten Falschberatung unseres Erachtens nicht mehr aussichtsreich, da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist, dass das Insolvenzverfahren gegen die Infinus AG eröffnet werden wird und diese Schadensersatzforderungen in der Folge nicht mehr gerichtlich durchgesetzt werden können. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Verfahren hier unserer Meinung nach nicht mehr sinnvoll.

 

Für geschädigte Anleger gestaltet sich die Situation daher mit der Insolvenz der Infinus AG ungleich schwieriger: Die Inanspruchnahme der Anlageberater der Infinus AG, die die Kapitalanlagen vermittelten, dürfte sich unseres Erachtens schwierig gestalten, da die Berater regelmäßig nach außen erkennbar für die Infinus AG auftraten und daher als „Erfüllungsgehilfen“ der Infinus AG nicht persönlich haften.

 

Die rechtzeitige Anmeldung der Forderungen gegen die Infinus AG, die Future Business KG aA, die PROSAVUS AG und die Ecoconsort AG nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist nun umso wichtiger.

 

Ebenso prüfen wir mögliche Schadensersatzansprüche gegen die Vorstände und Organe der Infinus Gruppe bzw. gegen deren Versicherungen.

 

Wie uns bekannt ist, hat die Staatsanwaltschaft Dresden auch gegen die Vorstände der Infinus Gruppe ein Ermittlungsverfahren ( Aktenzeichen: 100 Js 7387/12) wegen des Verdachts auf Betrug, Kapitalanlagebetrug u.a. eingeleitet. Zudem besteht der Verdacht, dass die Bilanzen der Infinus Gruppe manipuliert wurden und so vor allem Anlegern gegenüber der Eindruck erweckt wurde, dass es sich um solvente Unternehmen handelte.

Für den Fall, dass sich die im Raum stehenden Straftaten bestätigen, kommt für Anleger ein Schadensersatzanspruch aus §§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. einem Straftatbestand, bzw. § 826 BGB gegen die Vorstände und Organe der Infinus Betracht.

 

Auch wenn Klagen zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen Falschberatung gegen das Haftungsdach Infinus AG aufgrund der beantragten Insolvenz unseres Erachtens aktuell nicht mehr erfolgsversprechend sind, so prüfen wir alle in Frage kommenden Möglichkeiten, um Ansprüche geschädigter Anleger durchzusetzen.

 

Betroffenen Anlegern wird deshalb empfohlen ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen, um mögliche Wege aufzuzeigen, wieder an das angelegte Geld zu gelangen.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Sitz in München, Frankfurt und Hamburg ist seit 11 Jahren darauf spezialisiert geschädigte Anleger erfolgreich zu vertreten.

 

 

 

Infinus Gruppe / Future Business KG a.A. 

 

Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden:

 

Zur Zeit läuft ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen Organe derm. Infinus Gruppe und deren Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer wegen des Verdachts auf Anlagebetrug. Die Staatsanwaltschaft wird die am 05. November 2013 beschlagnahmten Unterlagen wohl auf ein betrügerisches Schneeballsystem hin überprüfen.



Akteneinsichtsgesuchen soll im Laufe des ersten Quartals 2014 nach Maßgabe der §§ 406 e, 475 StPO und nach Reihenfolge des postalischen Eingangs bei der Staatsanwaltschaft Dresden stattgegeben werden.



Nähere Informationen hierzu will die Staatsanwaltschaft noch bekannt geben.

 

Insolvenzverfahren:

 

Die Future Business KG a.A. und weitere Unternehmen der Infinus Gruppe haben Insolvenz angemeldet, was bedeutet, dass einzelne Firmen der Gruppe nicht mehr in der Lage sind, allen Anlegern ihre gezahlten Einlagen zurückzuzahlen.



Ab diesem Zeitpunkt wird nach den Vorschriften der Insolvenzordnung (InsO) eine Art Schutzglocke über das verbleibende Vermögen des Unternehmens gestülpt, so dass kein Gläubiger Zahlungen erhält, bevor nicht festgestellt wurde, wie viel Kapital („Masse“) im Unternehmen nach Abzug aller Kosten zur Ausschüttung an die Gläubiger vorhanden ist und ob diese berechtigte Forderungen geltend machen.



Damit sind sämtliche ausstehenden Zahlungen an Anleger blockiert. Dies gilt sowohl für Zinsen, als auch für die Rückzahlung von Einlagen.

 

Nach Informationen des Insolvenzverwalters (Stand November 2013) soll das Insolvenzverfahren im Februar 2014 eröffnet werden. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens müssen die Gläubiger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter zur Tabelle anmelden. Zwischen den verschiedenen emittierenden Gesellschaften im Konzern ist hierbei strikt zu unterscheiden.



Zur Anmeldung der Forderungen wird der Insolvenzverwalter nach der Verfahrenseröffnung alle identifizierten Anleger auffordern. Ebenso werden Informationen zu Form und Frist der Forderungsanmeldung erteilt und die Medien über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Kenntnis gesetzt.



Der Insolvenzverwalter prüft im Rahmen des Insolvenzverfahrens, ob die von den Gläubigern zur Tabelle angemeldeten Forderungen berechtigt sind. Wenn feststeht, wie viel Masse im Unternehmen für die Ausschüttung an die Gläubiger vorhanden ist, wird nach Befriedigung der besicherten Gläubiger und nach Abzug der Verfahrenskosten das verbleibende Restvermögen an die Gläubiger verteilt. Hierbei erhält jeder Gläubiger den selben Prozentsatz auf seine Forderung. Diesen Prozentsatz nennt man im Insolvenzverfahren „Quote“. Bis diese Quote feststeht, werden nach Einschätzung des Insolvenzverwalters aufgrund der Masse an Gläubigern und der erforderlichen Prüfung der Forderungen einige Jahre vergehen. Mit Abschlagszahlungen kann frühestens im Jahre 2015 gerechnet werden.



Die Höhe der Quote kann erst mitgeteilt werden, sobald die Höhe der Masse und die der Forderungen feststehen. Auch hier ist mit einer Ermittlungszeit von mehreren Jahren zu rechnen.

Stehen sowohl Masse, als auch berechtigte Forderungen und die Quote fest, wird den  Anlegern das verbleibende Restvermögen quotal im Verhältnis zu ihren Forderungen zurückgezahlt.

 

Für Inhaber von durch die Future Business KG a.A. ausgegebenen Orderschuldverschreibungen und Genussscheinen bedeutet dies, dass sie wahrscheinlich Insolvenzgläubiger im normalen Rang des § 38 InsO sind, sofern nicht vertraglich ein Nachrang vereinbart wurde.



Inhaber von Ansprüchen aus Nachrangdarlehen sind lediglich nachrangige Gläubiger im Sinne von § 39 InsO. Dies bedeutet, dass sie im Rang nach den Insolvenzgläubigern im Sinne von § 38 InsO stehen und ihre Forderungen nur und erst bedient werden, wenn zuvor sämtliche Gläubiger nach § 38 InsO befriedigt werden konnten.



Ansprüche wegen Falschberatung:



Im Einzelfall können sich Ansprüche gegenüber den Anlageberatern ergeben. Dabei gilt es zu beachten, ob der jeweilige Berater sowohl anlegergerecht, als auch anlagegerecht beraten hat. Das bedeutet der Berater muss die Anlageziele des Einzelnen berücksichtigen und voll umfänglich über die Risiken der Anlage beraten haben.



Weitere Ansprüche:



Nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen und der Feststellung von Unregelmäßigkeiten in den Unternehmen, können weitere Ansprüche gegen Organe der Gesellschaft, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer entstehen. Diese sind dann gegen diese Personen geltend zu machen.



Wie kann Ihnen als Anleger der Infinus Gruppe die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH helfen?



- Ersteinschätzung Ihres Einzelfalls 

- Deckungsanfrage bei einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung

- Vertretung auf Gläubigerversammlungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens

- Durchsetzung ihrer Ansprüche bei Gericht

- Fachauskünfte durch auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwälte"