Deutsche Bank Harvest Index Swap

Deutsche Bank löst Harvest Index Swap nach Hinweisen des LG Frankfurt umgehend auf

In einem Verfahren gegen die Deutsche Bank wegen einem Harvest Index Swap, hat die Bank nach diversen Hinweisen des LG Frankfurt im Rahmen eines Vergleichs das Swapgeschäft umgehend aufgelöst, ohne weitere Kosten für den Kläger.

Hintergrund war ein Swapgeschäft einer Privatperson. Dieser Swap war an den Deutsche Bank Harvest Index gekoppelt. Ein Index der sich aus verschiedenen Währungen zusammensetzt und als Basis dieses Swaps genommen wird. Insgesamt hätte der Kläger aus diesem Geschäft einen Verlust von ca. 80.000,00 Euro eingefahren.

Die Klage richtete sich gegen eine Falschberatung. Der Kläger ging davon aus, dass er nicht über alle Risiken aufgeklärt worden ist. Insbesondere ging es hier ebenfalls wie bei dem Verfahren vor dem BGH, in dem die Deusche Bank bereits zu Schadensersatz verurteilt worden ist, um den anfänglich eingepreisten negativen Barwert. Auch bei diesem Produkt war ein solcher in Höhe von ca. 3-5% unstreitig vorhanden.

Darüber hinaus wurde das Thema der anlegergerechten Beratung angesprochen. Fraglich bleibt nämlich überdies, ob Kunden mit einem Kredit überhaupt ein solches Wettgeschäft obendrauf verkauft werden darf, durch dass bei Kursverlusten die Schulden immer mehr werden.

Das LG Frankfurt war diesem Gedanken jedenfalls nicht abgeneigt.

Betroffenen Bankkunden wird empfohlen, entsprechende Geschäfte durch spezialisierte Rechtsanwälte prüfen zu lassen.