Swapgeschäfte der HypoVereinsbank - ein Rückblick der vergangenen drei Gerichtsjahre

Die Unicredit / HypoVereinsbank ist gerichtserprobt in Sachen Swaps. Alleine vor dem Landgericht München I dürfte die Anzahl der Prozesse gegen die Bank im höheren dreistelligen Bereich liegen. Nicht immer geht die Prozessstrategie der Bank auf und sie muss am Ende Schadensersatz leisten.

 

Zu Beginn der ersten Swapverfahren hatte die HypoVereinsbank wenig Chancen ohne Verurteilung aus dem Gerichtssaal zu kommen. Heute hat aufgrund dreimaligen Anwaltswechsel und zahlreicher Richterwechsel die neue Strategie der Bank in der ersten Instanz mehr Erfolg und damit geht ein wichtiger Strategieeffekt der Bank auf.

 

Statistisch gesehen gehen Bankkunden nicht so häufig in Berufung, wenn sie die erste Instanz verloren haben. Hinzu kommt, dass die Bank versucht die Verfahren möglichst bereits in der ersten Instanz über mehrere Jahre zu verzögern, bis zum einen die Swaps ausgelaufen sind und die Kunden prozessmüde sind.

 

Zwischenergebnis: Die Bankkunden müssen einen langen Atem haben und sich auf mehrere Jahre Prozess einstellen.

 

Im Ergebnis lohnt sich dies allerdings. In allen Verfahren hat sich herausgestellt, dass die Kunden mit Durchhaltevermögen ganz oder zumindest in höheren Prozentsätzen entschädigt werden. Die Banken allgemein versuchen bei Swapverfahren Urteile höherer Instanzen zu vermeiden. Mittlerweile sind auch die Swaps der HypoVereinsbank mehrfach beim Bundesgerichtshof anhängig, so dass sich das Blatt bald wieder zu Gunsten der Anleger ändern kann.

 

Immerhin hat der Bundesgerichtshof bereits die Deutsche Bank im Jahr 2011 zu Schadensersatz wegen einem Swapgeschäft verurteilt. Aber auch andere Gerichte in ganz Deutschland verurteilen nach wie vor Banken aus ganz Deutschland zu Schadensersatz wegen gescheiterter Swapgeschäfte. So muss sich die HypoVereinsbank nicht nur demnächst vor dem Bundesgerichtshof verteidigen, sondern hat durch die neue Strategie erreicht, dass Verfahren nunmehr in ganz Deutschland gegen die HypoVereinsbank anhängig sind.

 

Nicht umsonst hat die Vorsitzende Richterin einer Kammer beim Landgericht München I zur Bank gesagt: "Meinen Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass Sie immer wieder mit den gleichen Beratern wegen dieser Swapgeschäfte hier vor Gericht sitzen. Meinen Sie wirklich, dass das Zufall ist?!"

 

Dieses Zitat muss im Zusammenhang mit den strittigen Swapgeschäften der HypoVereinsbank für sich stehen.

 

Betroffenen Bankkunden der HypoVereinsbank kann daher nur empfohlen werden ihre Swapunterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen und keine weiteren Zahlungen zu leisten.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH betreut seit 11 Jahren Bankkunden und hilft Ihnen verlorenes Anlegergeld zurück zu bekommen. Seit 2007 hat sich Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht auf Swapverfahren spezialisiert und rund um sich ein Team von drei Rechtsanwälten aufgebaut, welches sich nur mit dem Thema Swaps beschäftigt. Die Kanzlei blickt auf über 100 vertretene Mandate in Sachen Swaps zurück.