Sparkassen - ein nicht geahnter Swapskandal?

Es hört sich unglaublich an, beruht aber auf Tatsachen. Kaum sind ein Großteil der Swapverfahren gegen Deutsche Bank, HypoVereinsbank und anderen Privatbanken abgeschlossen, tauchen seit Monaten hunderte von geschädigten Sparkassen Kunden auf. Erstaunlich dabei. Sparkassen verkaufen Swaps bis heute.

 

Sparkassen aus ganz Deutschland von Lübeck bis nach Bayern erscheinen immer öfter als Wettpartner ihrer Kunden über so genannte Swaps (Derivate). Die Kunden haben dabei oft hohe sechsstellige Verluste erlitten, welche gleichzeitig der Gewinn der Sparkassen sind. Dabei findet man Sparkassen aus ganz Deutschland, so beispielsweise Sparkasse Lübeck, Sparkasse Köln Bonn, Sparkasse Kassel, Sparkasse Werra Meißner und auch Sparkassen aus Bayern. Oft in Verbindung mit der HELABA, welche die eigentlichen Geschäfte verkauft hat, aber von den örtlichen Sparkassen hat beraten lassen.

 

Auch hier wurden die Geschäfte als Zinsoptimierung oder Zinsmanagment verkauft. Zu keinem Zeitpunkt wurde ordnungsgemäß über die Risiken aufgeklärt. Auch wurde nicht über den unstreitig vorhandenen anfänglich negativen Barwert aufgeklärt. 

 

Genau das können die Kunden jetzt nutzen, um aus diesen Geschäften wieder auszusteigen, ohne die Verluste bezahlen zu müssen. Gerichte über alle Instanzen und in ganz Deutschland kommen zu dem Ergebnis, dass die Beratung fehlerhaft war und deshalb die Geschäfte rückabzuwickeln sind.

 

D.h. die Kunden müssen weder die vierteljährlichen Zahlungen leisten, noch die negativen Marktwerte ausgleichen. Die Verjährung, welche die Sparkassen gerne anführen, um die Ansprüche abzuwehren greift in aller Regel nicht, weil die Beratung oftmals vorsätzlich falsch war und das WphG damit nicht einschlägig ist.

 

Allerdings sollten die Kunden nicht zu Lange warten, weil seit 2011 ein Urteil des Bundesgerichtshofs in Sachen Swaps existiert und die Kunden seit dem Kenntnis von einem Anspruch haben könnten. D.h. die normale drei jährige Verjährungsfrist könnte spätestens Ende 2014 ein Problem werden.

 

Betroffenen Sparkassen Kunden ist daher zu empfehlen die Zahlungen sofort einzustellen und sich von spezialisierten Rechtsanwälten beraten zu lassen.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich seit 2003 darauf spezialisiert geschädigten Bankkunden ihre Rechte zu sichern. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich mit drei Rechtsanwälten in der Kanzlei seit 2007 auf die Vertretung in Sachen Swaps spezialisiert und kann auf die Erfahrung aus einer hohen dreistelligen Zahl von Fällen zurückgreifen. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist mit Standorten in München, Frankfurt und Hamburg vertreten.