Prokon - Neuigkeiten im Insolvenzverfahren

Geschädigte Anleger der Prokon Regenerative Energien GmbH sind verunsichert. Experten streiten über die Beurteilung der Genussrechte und spekulieren über eine mögliche Quote im Insolvenzverfahren während neue Zahlen ans Licht kommen.

 

Das vorläufige Insolvenzverfahren der Prokon läuft noch. Wann es zu einer endgültigen Eröffnung kommt, ist weiter nicht abzusehen. Da die Beurteilung der juristischen Lage schwierig ist, hat  der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin nach Medienberichten drei Juristen mit Gutachten beauftragt.

 

Genussrechte gelten als nachrangige Forderungen, so dass geschädigte Anleger erst dann ihr Geld erhalten, wenn die Insolvenzgläubiger ihr Geld erhalten haben. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass bei der Insolvenzeröffnung sämtliche Forderungen gegen Prokon gleichgestellt werden, so einige Spezialisten im Bank- und Kapitalmarktrecht.

 

Es gibt daneben auch Stimmen, die sich  für das Fortführen des Unternehmens aussprechen. Möglich wäre so ein Szenario, indem Genussrechte in Aktien getauscht werden.

 

In Itzehohe hat nach Medienberichten der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin nach zwei Monaten Zusammenarbeit den früheren Prokon Chef Carsten Rodbertus hinausgeworfen.

 

Die tatsächlichen Zahlen werden anscheinend immer klarer. Statt stiller Reserven in der Infrastruktur ist wohl mit Lasten zu rechnen, da  unter anderem die Windparks anscheinend weniger wert seien, als in den Büchern angegeben. Wie die Medien berichten, müssen die Anleger nach einer Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters jedoch nicht mit einem Totalausfall rechnen. Ziel soll es danach sein, die Windparks rentabel fortzuführen und die wenig rentablen Geschäfte abzustoßen.

 

 

Experten spekulieren auch bereits über eine mögliche Quote im Insolvenzverfahren. Sie sind sich jedoch einig, dass diese äußerst schwer einzuschätzen ist. Laut eines Berichtes geht Daniel Bauer von der Anlegerschutzgemeinschaft SdK nach erster Schätzung  im positiven Fall von einer Quote von 65 Prozent aus, im schlechtesten Fall von rund 35 Prozent. Daneben haben sich andere Experten dahingehend geäußert, dass es womöglich auf eine Quote unterhalb von 35 Prozent herauslaufen könnte.

 

Bis man die Quote tatsächlich absehen kann, werden jedoch noch mehrere Monate vergehen.

 

Möglichkeiten der Anleger:

 

Weiterhin haben Anleger zwei Möglichkeiten. Zum einen selbstverständlich ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden, sofern die Insolvenz eröffnet wird. Dies kann noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Zum anderen haben Anleger die Möglichkeit Schadensersatzansprüche geltend zu machen, sofern bei der Verkaufsberatung Fehler gemacht worden sind, oder den Anlegern ein für sie ungeeignetes Anlageprodukt verkauft worden ist.

  

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH rät PROKON Anlegern, sich von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt beraten zu lassen. Dieser kann den Einzelfall genau überprüfen und Ihnen bei der Planung der nächsten Schritte behilflich sein.

 

Für weitere Informationen steht auch die ständig aktualisierte Website http://www.prokonhilfe.com zur Verfügung.