Mainzer Volksbank - Falschberatung am Kunden?

Die MVB berät eine Vielzahl von Kunden, die in Geldangelegenheiten ihrer Bank vertrauen. Bei Beratungsgesprächen durch Berater der Mainzer Volksbank wurde verschiedenen Kunden die Investition in den offenen Immobilienfonds AXA Immoselect empfohlen. Ein fataler Fehler wie sich jetzt herausstellt.

 

Volksbanken sollten eigentlich bodenständig mit ihren Kunden umgehen und auf das Geld ihrer Kunden aufpassen. Dass viele große Privatbanken mit dem Geld der Kunden "zocken" ist spätestens seit der Finanzkrise 2008 bekannt. Das aber auch die kleinen Banken, wo das Vertrauensverhältnis zwischen Bänker und Kunden noch viel schwerer wiegt ebenfalls überwiegend wohl für die eigenen Ergebnisse arbeiten ist eine erschreckende Entwicklung der jüngsten Vergangenheit.

 

So hat die Mainzer Volksbank offenbar einer großen Anzahl von Kunden den AXA Immoselect, einen offenen Immobilienfonds als sichere Geldanlage verkauft. Ein Hinweis auf ein Totalverlustrisiko erfolgte dabei eben so wenig, wie die Tatsache, dass ein offener Immofonds einfach die Gelder der Anleger einfrieren kann.

 

Im Ergebnis handelt es sich dabei um eine Falschberatung, welche zu einem Schadensersatzanspruch der Kunden führen kann.

 

Speziell der offene Immobilienfonds AXA Immoselect hat acht in Österreich gelegene Immobilien aus seinem Bestand verkauft. Nach Angaben der Fondsgesellschaft wurde ein Verkaufspreis von insgesamt 27 Millionen Euro erzielt. Der zuletzt ermittelte Verkehrswert lag insgesamt bei rund 49 Millionen Euro.

 

Der offene Immobilienfonds AXA Immoselect wird derzeit abgewickelt. Die Anleger erhalten turnusmäßige Ausschüttungen, deren Höhe sich in erster Linie an den erzielten Verkaufserlösen orientiert. 

 

Betroffenen Anlegern die durch die Mainzer Volksbank beraten worden sind empfiehlt Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold Ansprüche auf Schadensersatz prüfen zu lassen. „Es ist erschreckend mit welcher Qualität Beratungen zu Geldanlagen immer wieder durchgeführt werden. Ausschließlich die Vorteile werden in den Vordergrund der Verkaufsgespräche gestellt.", so Leipold. 

 

Hoffnung macht besonders die Rechtsprechung des BGH zur Aufklärungspflicht der Banken über das Schließungsrisiko offener Immobilienfonds. Der Bundesgerichtshof hatte am 29. April 2014 entschieden, dass vermittelnde Banken ungefragt über die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme informieren müssen, da diese für die Anleger ein ständiges Liquiditätsrisiko bedeute. Kommt die Bank dieser Beratungspflicht nicht nach, macht sie sich schadensersatzpflichtig.

 

„Die Anteile jederzeit wieder zurückgeben und so über das Geld schnell verfügen zu können, machte offene Immobilienfonds für die Anleger attraktiv. Die Aussetzung der Anteilsrücknahme verhinderte dies aber genau. Insofern ist die Rechtsprechung des BGH völlig richtig und eröffnet nicht nur den Anlegern des AXA Immoselect neue Chancen, Schadensersatz durchsetzen zu können“, so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

 

Betroffenen Kunden der Mainzer Volksbank und auch anderer Banken, kann daher nur empfohlen werden, ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen.

 

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt, München und Hamburg ist seit 11 Jahren darauf spezialisiert geschädigten Bankkunden ihre eingesetzten Gelder erfolgreich zurück zu holen.