LG München I wendet BGH Urteil auch auf Cross Currency Swaps an

Unicredit Hypo Vereinsbank wird rechtlich eines Besseren belehrt.

Während die Unicredit HypoVereinsbank in den zahlreichen Swap Fällen bereits außergerichtlich das BGH Urteil bzgl. des Spread Ladder Swap aus März 2011 für nicht anwendbar hält, hat das Landgericht München I nun in seinem Urteil vom 12. Oktober 2011, welches Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold erstritten hat, ganz klar festgehalten, dass das BGH Urteil gegen die Deutsche Bank komplett auf die Cross Currency Swap Fälle anwendbar ist.

Das Gericht führte ferner dazu aus, dass die übergebenen Allgemeinen Informationen zu Termingeschäften bei dieser Art von Geschäft nicht dazu geeignet ist, eine ausreichende Aufklärung der betroffenen Kunden herbeizuführen.

Das Gericht hat auch darauf abgestellt, dass es die Cross Currency Swaps für hochspekulative Wettgeschäfte hält und generell für Kunden als ungeeignet ansieht.

Rechtsanwalt Michael A. Leipold dazu:" Die HypoVereinsbank hat diese Geschäft im großen Stil an Ihre angeblichen "VIP" Kunden verkauft und diese dadurch um Millionen geschädigt. Die Geschäfte waren von Anfang an für den Kunden nicht kalkulierbar. Was die Gerichte jetzt regeln, hätte der Gesetzgeber bereits früher machen müssen. Es ist gar nicht auszudenken, wie sehr unsere Wirtschaft durch solche Geschäfte geschädigt wird. Der Schaden alleine bei Kunden der HypoVereinsbank dürfte in die Milliarden gehen."

Betroffenen Anlegern kann daher bei dieser eindeutigen Rechtslage nur empfohlen werden, einen Spezialisten im Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht aufzusuchen  und die Unterlagen überprüfen zu lassen.