Landgericht München I: Ansprüche aus Swap Verträgen sind nicht verjährt!

Erneut wurde in einem Verfahren vor dem Landgericht München I der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH bestätigt, dass Ansprüche aus Swap Verträgen nicht verjährt sind.

In einem weiteren Verfahren vor dem Landgericht München I wurde der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, vertreten durch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold bestätigt, dass Ansprüche aus Swapverträgen gegen die HypoVereinsbank nicht verjährt sind. 

"Unsere Argumentation der vorsätzlichen Falschberatung und die dazu angebotenen Beweismittel wurden durch das Gericht honoriert. Am Ende der Sitzung erging ein klarer Hinweis an die Bank, dass wegen vorsätzlicher Falschberatung nicht von einer Verjährung auszugehen ist." so Rechtsanwalt Leipold.

Im Rahmen der Beweisaufnahme konnte somit nicht nur das Problem der Verjährung erneut beseitigt werden, sondern es gelang auch den Beratungsfehler nachzuweisen.

Im Ergebnis steht daher einer Rückabwicklung der streitgegenständlichen Geschäfte nichts mehr im Weg. Lediglich hinsichtlich der Saldierung mit erhaltenen Ausschüttungen war sich die entscheidende Kammer noch nicht sicher. Das OLG München hingegen verneint eine solche Saldierung.

Nach dem die betroffenen Banken derzeit massiv auf die Kunden zugehen, um die Geschäfte zu schließen, sollte angesichts der Rechtslage seitens der Kunden bedacht werden, dass Zahlungen an die Bank jedenfalls nicht erforderlich sind. Im Gegenteil, die Bank hat geleistete Zahlungen zurück zu zahlen und noch bestehende Salden auszubuchen.

Es wird daher weiterhin empfohlen seine Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen und keinesfalls ohne anwaltliche Hilfe Vereinbarungen mit den Banken zu unterzeichnen, in denen Generalklauseln zur Schadensabgeltung enthalten sind.