Infinus Gruppe: Immobilien der Prosavus AG werden verkauft

Wie das Handelsblatt berichtet, werden die Immobilien der Prosavus AG, die zum Firmengebilde der Infinus Gruppe gehört, nun verkauft. Verbessert sich damit die Lage der Namensgenussrechtsgläubiger?

 

Beim Amtsgericht Dresden sei nach dieser Meldung ein Bieterverfahren über 36 Immobilien eröffnet worden. Es handele sich nach Angaben des Insolvenzverwalters, Herrn Frank-Rüdiger Scheffler, bei diesen Immobilen um Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser sowie Bürogebäude. Er rechne mit einem Verkaufserlös von rund 38 Millionen Euro, wenn das Verfahren im August abgeschlossen sein soll.

 

Was haben die Gläubiger der Genussrechte von diesem Verkauf?

 

Wie der Insolvenzverwalter der Prosavus AG in seinem Schreiben vom 04. April 2014 an die Namensgenussrechtsgläubiger mitteilte, ist derzeit fraglich, ob die Masse zur Befriedigung der normalrangigen Verbindlichkeiten ausreichen wird oder nicht.

 

Aus derzeitiger Sicht reicht die Masse jedoch nicht zur Befriedigung der nachrangigen Verbindlichkeiten, so dass die Namensgenussrechtsgläubiger momentan auch noch nicht dazu aufgerufen wurden, ihre Forderungen anzumelden. Stellt sich heraus, dass nach Befriedigung der normalrangigen Gläubiger noch Masse zur Verteilung auf die nachrangingen Gläubiger vorhanden ist, dann wird das Amtsgericht Dresden die Namensgenussrechtsgläubiger noch einmal gesondert zur Forderungsanmeldung auffordern.

 

Sofern der Erlös aus den Immobilienverkäufen höher ist, als erwartet, könnte sich auch die Situation der Namensgenussrechtsgläubiger verbessern, da in diesem Fall mehr Masse zu verteilen wäre.

 

Nichtsdestotrotz können Namensgenussrechtsgläubiger auch in diesem Fall nicht davon ausgehen, dass sie als nachrangige Gläubiger einen erheblichen Anteil ihres Schadens im Insolvenzverfahren ersetzt bekommen.

 

Umso wichtiger ist die Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche durch auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwälte, damit Geschädigte als nachrangige Gläubiger nicht ausschließlich auf die Verteilung eventuell noch übriger Masse hoffen müssen.

 

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