Hat SPK Köln-Bonn auch Swaps im großen Stil verkauft?

Immer mehr betroffene Kunden aus ganz Deutschland melden sich mit Swapverträgen die sie durch die Sparkasse Köln Bonn verkauft bekommen haben. Dabei hat die Sparkasse offenbar auch außerhalb ihrer Region solche Verträge verkauft.

Hintergrund sind sowohl Cross Currency Swaps, als auch Zins-Swap Verträge, welche zu hohen Verlusten bei den Kunden geführt haben. Dabei handelt es sich rechtlich um ein "Glücksspiel", so das Oberlandesgericht München in einer Entscheidung aus März 2012.

Die Kunden wetten auf zwei Währungen und zwei Zinssätze oder nur auf zwei Zinssätze. Die Geschäfte sind hoch spekulativ und können bei den Cross Currency Swaps zu unendlichen Verlusten bei den Kunden führen.

Genau aus diesem Grund verwundert es, dass eine Sparkasse im großen Stil diese Geschäfte verkauft hat. Bei den Sparkassen vermutet der Kunde prinzipiell eine konservative Anlagestrategie. Anders im Fall der Sparkasse Köln Bonn die ihre besten Kunden mit diesen Geschäften teilweise in existentielle Schwierigkeiten gebracht hat. Einzelne Kunden haben hohe sechstellige Verluste mit den Geschäften erlitten.

Rechtlich hingegen sind diese Swaps nicht haltbar. Gerichte in ganz Deutschland verurteilen Banken zur Rückabwicklung, so dass der entstandene Schaden durch die jeweilige Bank zu tragen ist. So sind sich die Gerichte vom Landgericht bis zum Bundesgerichtshof darüber einig, dass eine Aufklärung par exellence hätte stattfinden müsssen und zwar für jedes Geschäft erneut. Nach dem diese Hürde bis dato fast keine Bank vor Gericht nehmen konnte, erhalten die betroffenen Bankunden vor Gericht recht und können die Geschäfte zurück geben.

Betroffenen Kunden wird daher empfohlen, ihre Unterlagen durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen und keinesfalls weitere Zahlungen zu leisten.